Galea aponeurotica, deutsch: Sehnenhaube
(lat. galea = Haube, gr. aponeurosis = flächenhafte Sehne)
derbe Sehnenplatte zwischen Kopfhaut und Schädel. Sie dient als Sehne für den M. epicranius, d.h. für Muskelfasern von Stirn, Schläfe und Hinterhaupt. Die Galea ist mit dem Subkutangewebe der Kopfhaut fest verwachsen, mit dem Periost der Kalotte hingegen durch zartes Bindegewebe locker verbunden. Galea und Haut bilden gemeinsam eine funktionelle Einheit, die Kopfschwarte (Skalp). Die Kopfschwarte ist reich innerviert und stark vaskularisiert. Innerviert wird sie vom R. medialis und R. lateralis des N. frontalis aus dem N. trigeminus und dem N. occipitalis major aus dem R. dorsalis des 2. Halsnerven.
Ganglion, deutsch: Ganglion
siehe Ggl.
Ganglion ciliare, deutsch: Ziliarganglion
"Das etwa 2 – 3 mm große parasympathische Ggl. ciliare liegt lateral am N. opticus etwa 2 cm hinter dem Augapfel.
In das Ganglion kommen:
– parasympathische Fasern aus dem N. oculomotorius (Radix oculomotoria), die hier vom prä- auf das postganglionäre Neuron umgeschaltet werden,
– sympathische Fasern aus dem Geflecht der A. carotis interna und der A. ophthalmica (Radix sympathica),
– sensible Fasern aus dem N. nasociliaris (Radix nasociliaris, "Radix longa"). (Die sensiblen und sympathischen Faseren ziehen ohne Unterbrechung hindurch).
Aus dem Ggl. ciliare gehen die etwa 10 – 15 Nn. ciliares breves ab, die dann als gemischte Nerven zum Augapfel ziehen. Die parasympathischen Anteile dieser Nerven versorgen den Ziliarmuskel für die Akkommodation der Linse sowie den M. sphincter pupillae für die Verengung des Sehlochs. Die sympathischen Fasern versorgen den M. dilatator pupillae für die Erweiterung des Sehlochs sowie den M. tarsalis für die Erhaltung der Lidöffnung. Die sensiblen Fasern versorgen den Augapfel mit elementaren Sinnesempfindungen wie Schmerz, Druck, Temperatur und Berührung."
Gdl. et ductus sublingualis (SL), deutsch: Unterzungendrüse und Ausführungsgang
siehe Gdl. sublingualis
Gdl. hypophysialis (Pit), deutsch: Hirnanhangsdrüse
Endokrines Organ in der Hypophysengrube (Fossa hypophysealis). Sie ist durch den Hypophysenstiel mit dem Hypothalamus verunden. Die Hypophyse besteht aus zwei, ihrer Struktur, Herkunft und Funktion nach gänzlich verschiedenen Anteilen, einem Drüsenteil (Adenohypophyse) und einem Hirnteil (Neurohypophyse). Der Hirnteil enthält Axone bzw. Axonendigungen (keine Perikaryen) der magnozellulären hypothalamischen Zellgruppen sowie Gliazellen. Der Drüsenteil besteht aus Drüsenzellen, deren Sekret (Hormon) an den allgemeinen Blutkreislauf abgegeben wird.
Syn.: Hypophysis cerebri, Hypophyse
Gdl. lacrimalis (Lac), deutsch: Tränendrüse
oberhalb des äußeren Augenwinkels gelegene Drüse für die Produktion der /von Tränenflüssigkeit. Die Drüsenausführungsgänge münden in den oberen Bindehautsack.
Gdl. lingualis (Lg), deutsch: Zungendrüse
Speicheldrüse(n) der Zunge. siehe Gdll. linguales
Gdl. parathyroidea, deutsch: Nebenschilddrüse
linsengroße endokrine Drüse im Seitenlappen der Schilddrüse. Es sind auf jeder Seite zwei, die beiderseits des Hypopharynx der Schilddrüse hinten anliegen. Von ihnen wird das Parathormon produziert, das den Kalzium- und Phosphatspiegel des Blutes reguliert.
Gdl. parotidea (Ptd), deutsch: Ohrspeicheldrüse
rein seröse Speicheldrüse vor dem äußeren Gehörgang und hinter dem aufsteigenden Unterkieferast. Ihre tiefen Anteile reichen bis in den Parapharyngealraum (Prc. pharyngeus). Der Ausführungsgang verläuft über dem M. masseter , durchbricht den M. buccalis und mündet auf der Höhe des 2. oberen Molaren im Vestibulum oris.
Gdl. sublingualis, deutsch: Unterzungendrüse
Unterzungendrüse auf dem M. mylohyoideus. Als einzige der großen Speicheldrüsen liegt sie innerhalb der Mundhöhle. Sie ist beiderseits der Mittellinie unter der Mundbodenschleimhaut zu betasten und häufig auch zu sehen. Mit einem Ductus sublingualis mündet sie meist gemeinsam mit dem Ductus submandibularis auf der Caruncula sublingualis. Die Gdl. sublingualis ist eine zusammengesetzte mukoseröse Speicheldrüse.
Gdl. submandibularis (SM), deutsch: Unterkieferspeicheldrüse
Unterkieferdrüse. Sie liegt unter dem Diaphragma oris auf der Innenseite des Kieferwinkels im Trigonum submandibulare. Ihr Ausführungsgang, Ductus submandibularis, zieht in den Mundboden unter der Zunge, wo er, meist mit dem Endstück des Ductus sublingualis vereint, auf der Caruncula sublingualis einmündet. Die Gdl. submandibularis ist eine sero-mukös gemischte Speicheldrüse.
Gdl. thyroidea, deutsch: Schilddrüse
endokrine Drüse. Sie ist H-förmig und besteht aus 2 Seitenlappen (Lobus dexter und sinister) sowie einem schmalen Mittelteil (Isthmus), der die Seitenlappen miteinander verbindet. Die Hauptmasse liegt beiderseits der Trachea, sein Isthmus vor der Trachea etwa in Höhe des 2. – 4. Trachealrings. Vorn und seitlich wird die Schilddrüse von der mittleren Halsfaszie und den infrahyalen Muskeln bedeckt. Die Seitenlappen stoßen dorsal an den Gefäß-Nervenstrang des Halses.
Gdll. linguales, deutsch: Zungendrüsen
In der Substanz der Zunge sind zahlreiche verstreut liegende Drüsen eingewebt. Am Grund der Geschmackspapillen sind sie rein serös. Mit ihrem dünnflüssigen Sekret sorgen sie als Spüldrüsen für einen raschen Abtransport der Geschmacksstoffe. Die restlichen Zungendrüsen sind mukoserös oder rein mukös. Im vorderen Zungenbereich liegen die gemischten Glandulae linguales anteriores, im hinteren Zungenbereich die vorwiegend mukösen Glandulae linguales posteriores (für die Glitschigkeit des Bissens). Alle Drüsen münden mit ihren kleinen Ausführungsgängen auf der Zungenoberfläche und halten zusätzlich die Zungenschleimhaut feucht. Sie werden von beiden Komponenten des vegetativen Systems versorgt. Der parasympathische Anteil wird am Zungenkörper durch die Chorda tympani und an der Zungenwurzel durch den N. glossopharyngeus vermittelt. Die sympathischen Fasern aus dem Ganglion cervicale superius erreichen die Zungendrüsen über die Zungenarterie.
Gdll. palatinae (Pal), deutsch: Gaumendrüsen
Drüsen der Schleimhaut mit vorwiegend mukoiden Eigenschaften. Ihre Ausführungsgänge durchziehen die Lamina propria und münden an der freien Oberfläche.
Genu corporis callosi (gcc), deutsch: Balkenknie
siehe Corpus callosum
Ggl. cervicale superius (SCG), deutsch: oberes Halsganglion
das oberste Ganglion des Grenzstrangs. Über dieses Ganglion verläuft die gesamte (einseitige) sympathische Innervation des Kopfes.
Ggl. ciliare, deutsch: Ziliarganglion
Parasympathisches Ganglion knapp hinter den Augapfel und seitlich vom N. opticus gelegen. Aus dem Ggl. ciliare gehen etwa 10 – 15 Nerven, Nn. ciliares breves ab, die dann als gemischte Nerven zum Augapfel ziehen. Die parasympathischen Anteile dieser Nerven versorgen den Ziliarmuskel für die Akkommodation der Linse sowie den M. sphincter pupillae für die Verengung des Sehlochs. Die sympathischen Fasern versorgen den M. dilatator pupillae für die Erweiterung des Sehlochs sowie den M. tarsalis für die Erhaltung der Lidöffnung. Die sensiblen Fasern versorgen den Augapfel mit elementaren Sinnesempfindungen wie Schmerz, Druck, Temperatur und Berührung.
Ggl. oticum (Oti), deutsch: Ohrganglion
Parasympathisches Ganglion knapp unterhalb des For. ovale. Seine präganglionären Fasern stammen aus dem N. glossopharyngeus. Seine postganglionären Fasern innervieren die Ohrspeicheldrüse. Die sensible Wurzel stammt aus dem N. mandibularis. Die sympathische Wurzel stammt aus dem Geflecht der A. meningea media.
Ggl. pterygopalatinum (Ptg), deutsch: Flügelgaumenganglion
Parasympathisches Ganglion in der Flügelgaumengrube. Seine präganglionären Fasern stammen aus dem N. petrosus major. Seine sensible Wurzel stammt aus dem N. maxillaris. Seine sympathische Wurzel stammt aus dem Geflecht der A. carotis interna.
Ggl. trigeminale (Gasseri) (5Gn), deutsch: Ganglion des N. trigeminus
Im Ganglion liegen die Perikaryen der Zellen der sensiblen Wurzel (Radix sensoria), deren afferente Axone zu den 2 Trigeminuskernen verlaufen: Ncl. sensorius principalis u. Ncl. tractus spinalis nervi trigemini (für die Aufnahme sensibler Reize aus dem Gesicht, der Binde- u. Hornhaut des Auges, Nasenhöhlen- und Mundhöhlenschleimhaut, den Zähnen). Die motorische Wurzel enthält viszeroefferente Fasern aus Nervenzellen des Ncl. motorius n. trigemini für die Kau- und Mundbodenmuskulatur und den M. tensor tympani und M. tensor veli palatini.
Glandula, deutsch: Drüse
siehe Gdl.
Globus pallidus (GP), deutsch: blasser Kern
(lat. globus = Klumpen). Der Globus pallidus gehört zum Subthalamus des Zwischenhirns. Sein Reichtum an markhaltigen Fasern erklärt die blasse Farbe (pallidus) auf makroskopischen Schnitten. Er liegt medial vom Putamen und ist von ihm durch die Lamina externa getrennt. Der Globus pallidus selbst wird durch eine dünne Faserlamelle in ein inneres, zentrales Glied (GP internus) und ein äußeres Glied (GP externus) getrennt.
Globus pallidus externus (EGP), deutsch: äußeres Pallidumglied
siehe Globus pallidus
Globus pallidus internus (IGP), deutsch: inneres Pallidumglied
siehe Globus pallidus
Globus pallidus, pars supracapsularis (SCG), deutsch: supracapsulärer Teil des Pallidums
kleiner Anteil von Pallidumzellen dorsal der Capsula interna.
Globus pallidus, pars ventralis (VP), deutsch: ventrales Pallidum
dem limbischen System zugeordneter Pallidumabschnitt.
Syn.: Pallidum ventrale
Glottis, deutsch: Glottis
(gr. glottis = Mundstück einer Flöte). Die mittlere Etage der Kehlkopfhöhle. Sie erstreckt sich zwischen der Rima vestibuli und der Rima glottidis. Die Seitenwand ist taschenförmig ausgebuchtet zum Ventriculus laryngis, der als Resonanznische individuell unterschiedlich tief sein kann (lat. ventriculus = Kammer).
Syn.: Zungenwerk
Granulationes arachnoidales (arg), deutsch: Arachnoidalzotten
warzenähnliche Wucherungen der Arachnoidea, die häufig durch die Dura mater mehr oder weniger tief in das Schädeldach eindringen.
Syn.: Zotten der Spinngewebshaut, Pacchionische Granulationen
Gyri Andreas Retzius (ARG), deutsch: Balkenwindungen
Unter dem Balkensplenium frei an die Oberfläche tretende, inkonstante, meist in der Mehrzahl auftretende kleine Windungszüge.
Gyri temporales, deutsch: Schläfenwindungen
Die Seitenfläche des Schläfenlappens wird durch zwei annähernd horizontal verlaufende Furchen (Sulcus temporalis superior und inferior) in drei Windungen geteilt: Gyrus temporalis superior, medius, inferior.
Gyrus ambiens (AG), deutsch: Gyrus ambiens
Rindengebiet im Bereich der Area praepiriformis und Area periamygdaloidea. Ein Teil des Gyrus ambiens gilt zusammen mit dem Gyrus semilunaris als Riechzentrum.
Gyrus angularis (AnG), deutsch: Gyrus angularis
Windung im Lobulus parietalis inferior, der (grob) um das hintere Ende der oberen Schläfenfurche herumzieht.
Gyrus cinguli (CG), deutsch: Gürtelwindung
bogenförmige Hirnwindung an der Innenseite der Großhirnhemisphären neben dem Balken. Er verläuft von der Regio subcallosa zur Regio retrospenialis und setzt sich von dort als Gyrus parahippocampalis fort. Er wird in unterschiedliche Regionen eingeteilt (Regio subcallosa/subgenualis, vorderen cingulärer Cortex, Area retrosplenialis und Gyrus parahippocampalis). Vogt al., 2004 (HNS2, p. 920) unterscheiden 4 Regionen: pACC (Brodmann Areale, BA 25, 33, 24, 32), eine subgenuale Region, MCC (BA 33?, 24?, 24d, 32?), PCC (BA 23, 31) und eine kaudomediale Region RSC (BA 29, 30).
Gyrus dentatus (DG), deutsch: gezähnte Windung
Teil der Hippocampusformation. Enthält die Fascia dentata i.e.S. Im Gyrus dentatus finden sich anstelle der Pyramidenzellen (wie im Hippocampus) kleine, dicht gepackte Körnerzellen. Sie entwickeln ihre Dendritenverzweigungen in nur eine Richtung (auf die äußere Molekularschicht).
Gyrus fasciolaris (FG), deutsch: Bändchen-Windung
Inkonstante, flache Rindenformation im Bereich der Flexura subsplenialis des Hippocampus.
Syn.: Cauda cornu ammonis
Gyrus fornicatus, deutsch: Gyrus fornicatus
Kortexareal das Gyrus cinguli, Isthmus und Gyrus hippocampi umfasst
Gyrus frontalis inferior (IFG), deutsch: untere Frontalwindung
Windung an der Dorsolateralseite des Frontallappens zwischen Sulcus frontalis inferior und der Lateralfurche. Sie kann durch einen vorderen horizontalen und einen vorderen aufsteigenden Zweig der Lateralfurche in eine Pars opercularis, triangularis, und orbitalis aufgeteilt werden.
Gyrus frontalis inferior, pars opercularis (IFG), deutsch: Pars opercularis, der unteren Frontalwindung
Ein Abschnitt der unteren Frontalwindung
Gyrus frontalis inferior, pars orbitalis (IFG), deutsch: Pars orbitalis, der unteren Frontalwindung
Ein Abschnitt der unteren Frontalwindung, der durch den vorderen aufsteigenden Zweig der Lateralfurche abgegrenzt wird.
Gyrus frontalis inferior, pars triangularis (IFG), deutsch: Pars triangularis, der unteren Frontalwindung
Ein Abschnitt der unteren Frontalwindung
Gyrus frontalis medius (MFG), deutsch: mittlere Frontalwindung
Windung an der Dorsolateralseite des Frontallappens zwischen Sulcus frontalis superior und inferior. Sie verläuft in anteroposteriorer Richtung bis zum Sulcus praecentralis.
Gyrus frontalis superior (SFG), deutsch: obere Frontalwindung
Windung an der Lateral- und Medialfläche des Frontallappens parallel zur Mantelkante. Sie wird auf der Lateralfläche durch den Sulcus frontalis superior, auf der Medialfläche durch den Sulcus cinguli begrenzt.
Gyrus frontalis superior, pars lateralis (SFG), deutsch: obere Frontalwindung
Windung an der Dorsolateralseite des Frontallappens zwischen der Mantelkante und dem Sulcus frontalis superior. Sie verläuft in anteroposteriorer Richtung bis zum Sulcus praecentralis.
Gyrus frontalis superior, pars medialis (SFG), deutsch: obere Frontalwindung
Der auf der Medialseite des Stirnlappens gelegene Anteil der oberen Frontalwindung.
Gyrus frontomarginalis (FMG), deutsch: Frontomarginal-Windung
Windung im vorderen Stirnlappen am Übergang zwischen der unteren Frontalwindung (Frontalpol) und dem angrenzenden orbitofrontalem Kortex. Eine Aktivierung dieser Region kann durch hochgradig aversive Stimuli ausgelöst werden (Zald et al. 2002).
Gyrus frontopolaris (FrP), deutsch: Frontopolar-Windung
Die frontopolare Oberfläche ist durch 3 horizontal verlaufende Gyri: G. frontopolaris superior, medius, und inferior gekennzeichnet.
Gyrus frontopolaris inferior (IFP), deutsch: untere Frontopolar-Windung
Der G. frontopolaris inferior grenzt ventral an die vordere Orbitalwindung.
Gyrus frontopolaris medius (MFP), deutsch: mittlere Frontopolar-Windung
Teil der Frontopolar-Region zwischen G. frontopolaris superior, und inferior.
Gyrus frontopolaris superior (SFP), deutsch: obere Frontopolar-Windung
Teil der Frontopolar-Windungen vor den rostralen Enden der Gyri frontales superior und medius.
Gyrus fusiformis (FuG), deutsch: Gyrus fusiformis
Gyrus occipitotemporalis lateralis
Gyrus insulae (IG), deutsch: Inselrinde
eine der 5-9 Windungen der Insel
Syn.: Gyrus insularis
Gyrus lingualis (LgG), deutsch: Gyrus lingualis
Gyrus occipitotemporalis medialis
Gyrus occipitalis (OcG), deutsch: Okzipitalwindung
eine der Hinterhauptswindungen
Gyrus occipito-temporalis (OTG), deutsch: Gyrus occipito-temporalis
Da Schläfen- und Hinterhauptslappen ohne scharfe oder charakteristische Grenzen ineinander übergehen, werden zwei Windungen, die der Länge nach in beiden Lappen zu finden sind, als Gyrus occipito-temporalis (medialis und lateralis) bezeichnet.
Gyrus occipito-temporalis lateralis (LOT), deutsch: äußere occipito-temporal Windung
Da Schläfen- und Hinterhauptslappen ohne scharfe oder charakteristische Grenzen ineinander übergehen, werden zwei Windungen, die der Länge nach in beiden Lappen zu finden sind, als Gyrus occipito-temporalis (medialis und lateralis) bezeichnet.
Gyrus occipito-temporalis medialis (MOT), deutsch: innere occipito-temporal Windung
Gyrus lingualis
Gyrus orbitalis (OrG), deutsch: Orbitalwindung
siehe Cortex orbitofrontalis
Gyrus orbitalis lateralis (LOr), deutsch: seitliche Orbitalwindung
siehe Cortex orbitofrontalis
Gyrus orbitalis medius (MOr), deutsch: mittlere Orbitalwindung
siehe Cortex orbitofrontalis
Gyrus orbitalis posterior (POr), deutsch: hintere Orbitalwindung
siehe Cortex orbitofrontalis
Gyrus orbitalis, pars intermedius (IOr), deutsch: intermediäre Orbitalwindung
"Das Furchenmuster der orbitalen Hirnoberfläche wird häuhu mit einem "H" verglichen. Die Windung vor der horizontal verlaufenden Furche entspricht der intermediären Orbitalwindung."
Gyrus orbitofrontalis (OFG), deutsch: Orbitofrontalwindung
Teil des orbitofrontalen Kortex
Gyrus parahippocampalis (PHG), deutsch: Ammonshornwindung
siehe Gyrus cinguli.
Gyrus paraterminalis (PTG), deutsch: Paraterminalwindung
direkt vor der Lamina terminalis gelegene. senkrecht verlaufende Windung.
Syn.: G. subcallosus
Gyrus postcentralis (PoG), deutsch: hintere Zentralwindung
"Windung zwischen Sulcus centralis und Sulcus postcentralis. In ihr ist der primär sensible Kortex (S1) lokalisiert, der für die "Fühlsphäre" verantwortlich ist."
Gyrus praecentralis (PrG), deutsch: vordere Zentralwindung
Windung zwischen Sulcus centralis und Sulcus postcentralis. In ihr ist der primär motorische Kortex (M1) lokalisiert, der für die zentrale Steuerung der Willkürmotorik verantwortlich ist.
Gyrus rectus (SG), deutsch: gerade Windung
Windung an der Orbitofrontalfläche des Gehirns, medial vom Sulcus olfactorius.
Gyrus rostralis inferior (IRo), deutsch: untere Rostralwindung
Windung an der Orbitofrontalfläche auf der Medialseite des Gehirns, medial vom Gyrus rectus.
Gyrus rostralis superior (SRo), deutsch: obere Rostralwindung
Windung an der Orbitofrontalfläche auf der Medialseite des Gehirns, medial vom Gyrus rectus.
Gyrus semilunaris (SLG), deutsch: Semilunarwindung
Rindengebiet im dorsomedialen Teil des Temporalpols.
Gyrus separans (Sep), deutsch: Gyrus separans
Teil der isokortikalen Rinde des Temporallappens, kaudal hinter dem Polgebiet.
Gyrus subcallosus (SCG), deutsch: Gyrus subcallosus
unterhalb des Balkenknies gelegene Fortsetzung der Gürtelwindung.
Gyrus subsplenialis (SSp), deutsch: Gyrus subsplenialis
unterhalb des Balkenwulstes gelegene Fortsetzung der Gürtelwindung
Gyrus supramarginalis (SMG), deutsch: Supramarginalwindung
Windung im Lobulus parietalis inferior, der (grob) das hintere Ende des R. posterior des Sulcus lateralis umfasst.
Gyrus temporalis inferior (ITG), deutsch: untere Schläfenwindung
Windung an der Seitenfläche des Temporallappens zwischen Sulcus temporalis inferior und Sulcus occipitotemporalis (lateralis).
Gyrus temporalis medius (MTG), deutsch: mittlere Schläfenwindung
Windung an der Seitenfläche des Temporallappens zwischen Sulcus temporalis superior und inferior.
Gyrus temporalis superior (STG), deutsch: obere Schläfenwindung
Windung auf der Supratemporalfläche und an der Seitenfläche des Temporallappens.
Gyrus temporalis transversus (TTG), deutsch: Querwindung
querverlaufender Windungszug auf der oberen Schläfenwindung. Zwei parallel verlaufende Windungen (selten mehrere) entsprechen dem Endigungsort der Hörstrahlung.
Syn.: Heschl’sche Querwindung
Gyrus temporalis transversus, pars anterior (TTG), deutsch: vordere Querwindung
Querverlaufender Windungszug auf der Supratemporalfläche des Temporallappens. Hörregion.
Gyrus temporalis transversus, pars posterior (TTG), deutsch: hintere Querwindung
Querverlaufender Windungszug auf der Supratemporalfläche des Temporallappens. Hörregion.