Habenula (Hb), deutsch: Zügelkern(e)
siehe Epithalamus, siehe Ncl. habenulae.
Syn.: Zirbelstiel
Haemisphaerium cerebelli (CH), deutsch: Kleinhirnhemisphäre
siehe Cerebellum
Hamulus ossis pterygoidei (HPt), deutsch: Hakenfortsatz des Keilbeins
hakenförmiger Fortsatz am unteren Ende der Lamuna medialis des Keilbeins für die Umlenkung der Ansatzsehne des M. tensor veli palatini. Der Hamulus wirkt als Hypomochlion (gr. hypomochlion = Drehpunkt des Hebels) für den Muskel, wobei die Verlaufsrichtung zwar geändert, die Hubhöhe jedoch groß bleibt.
Syn.: Hamulus pterygoideus (NA)
Hiatus canalis n. petrosi , deutsch: Hiatus canalis n. petrosi
(lat. hiatus = Spalt). Spaltraum an der vorderen Pyramidenwand für den Austritt der Nn. petrosi majoris et minoris aus dem Felsenbein.
Hiatus semilunaris, deutsch: Hiatus semilunaris
sichelförmiger Spaltraum am mittleren Nasengang, der mehrere Eingänge aufnimmt. Den Hiatus erblickt man erst, wenn man die mittlere Muschel fenstert. Hinter dem Hiatus wird auch die Bulla ethmoidalis sichtbar. Häufig mündet der Hiatus in einen trichterförmigen Vorraum (Infundibulum ethmoidale). In das Infundibulum oder den Hiatus münden die Kieferhöhle, die Stirnhöhle und die vorderen Siebbeinzellen.
Hippocampus (Hi), deutsch: Ammonshorn
siehe Formatio hippocampi.
Der Hippocampus besteht vorwiegend aus eng gepackten Doppelpyramidenzellen. Ihre Dendritenverzweigungen erstrecken sich sowohl in Richtung auf die piale (apikale Dendriten) wie auch auf die ventrikuläre (basale Dendriten) Oberfläche. Alle anderen Zellen sind Interneurone. Sie werden im Hippocampus als Korbzellen bezeichnet und sind hauptsächlich GABA-erg (hemmend).
Faserverbindungen:
1. Afferenzen aus dem Cortex entorhinalis.
2. Afferenzen aus dem Ncl. diagonalis (=Area septi medialis).
3. Kommissurenverbindungen.
4. Efferenzen des Hippocampus über den Fornix zum Corpus mammillare, zum vorderen Kern des Thalamus und zur Area septi.
Syn.: (Seepferdchen)
Hippocampus, caput (HiH), deutsch: Kopf des Ammonshorns
vorderes Ende des Hippocampus mit mehreren seichten Eindrücken (Digitationes hippocampi).
Hypothalamus (Hy), deutsch: Hypothalamus
Der Hypothalamus bildet einen zentralen Knotenpunkt für Nervenbahnen, die dem Selbsterhalt des Organismus dienen. Er beherrscht das vegetative System, steuert über seine Verbindungen zur Hypophyse das endokrine System und trägt über seine Beziehung zu den Basalkernen und zum limbischen System zu verhaltensorientierten motorischen Leistungen bei.
Der Hypothalamus nimmt die Basis des Zwischenhirns ein und bildet dort dessen einzige freie Oberfläche. Er umgibt den unteren Teil der Seitenwand des dritten Ventrikels und erstreckt sich von der Lamina terminalis bis zum Mittelhirn. Auf seiner Basalseite fallen drei Strukturen auf: das Chiasma opticum, die Hypophyse und die Corpora mammillaria. Dorsal bildet der Sulcus hypothalamicus die Grenze zum Thalamus. Den vorderen Abschluß bildet die Lamina terminalis, die sich vom Vorderrand des Chiasma opticum zur Commissura ant. erstreckt. Kaudalwärts erfolgt der Übergang zum Mittelhirn ohne deutliche Grenze. Sie wird aus praktischen Gründen zwischen dem hinteren Pol der Corpora mamillaria und der Commissura post. gezogen. Seitlich befindet sich der Subthalamus.
Hypothalamus posterior (PH), deutsch: hinterer Hypothalamus
siehe Hypothalamus, siehe Area hypothalamica posterior.