R. auricularis n. vagi, deutsch: Ohrast des Vagus
der sensible Ast für die untere und hintere Wand der Schleimhaut des äußeren Gehörgangs. Eine Reizung derselben kann zu Reflexerscheinungen (Husten, Niesen, Schwindelanfälle) führen.
R. nasalis externus, deutsch: äußerer Nasenast
Nerv im vorderen Bereich der Nasenhöhle.. Er verläuft in einer Rinne des Nasenbeins abwärts und tritt an der Knochen-Knorpelgrenze nach außen, wo er die Haut des Nasenrückens bis zur Nasenspitze versorgt.
R. sinus carotici
Äste des N. glossopharyngeus. Sie ziehen mit sensiblen und parasympathischen Fasern zum Sinus caroticus und zum Glomus caroticum an der Teilungsstelle zwischen A. carotis interna und externa. Er registriert mit afferenten Fasern den arteriellen Blutdruck für den Kopf, sog. Blutdruckzügler.
R. tonsillaris arteriae facialis, deutsch: Tonsillarast
R. tonsillaris der A. facialis: Häufig ein Ast der A. submentalis. Wichtig bei der Ausschälung der Gaumenmandeln.
Radiatio optica (or), deutsch: Sehstrahlung
Als Sehstrahlung wird die Verbindung zwischen Corpus geniculatum laterale und dem Sehzentrum im Hinterhauptslappen bezeichnet.
Radix dorsalis (C2) (dr2), deutsch: hintere Spinalwurzel
Rückenmarkswurzel
Radix ventralis (vr), deutsch: vodere Spinalwurzel
Rückenmarkswurzel
Rami
siehe Rr.
Recessus pharyngeus (PhR), deutsch: Schleimhauttasche der Schlundwand
das starke Hervortreten der hinteren Tubenlippe (Tubenwulst, Torus tubarius) bedingte Bucht.
Syn.: Rosenmüller-Grube
Recessus piriformis (Pir), deutsch: Schleimhauttasche seitlich des Kehldeckels
tiefe Bucht am Kehlkopfeingang, die jeweils zwischen der Plica aryepiglottica und der Schildknorpelplatte gelegen ist.
Regio cervicalis anterior, deutsch: vordere Halsregion
Sie wird beidseits begrenzt vom M. sternocleidomastoideus , dem Oberrand des Manubrium sterni und dem Unterrand der Mandibula. In ihr liegen median das Zungenbein und die Halseingeweide, seitlich davon der Nerven-Gefäß-Strang, oben am Kieferwinkel die Gl. submandibularis. Dieses unpaarige Halsareal (wegen seiner Dreieckform auch als vorderes Halsdreieck, Trigonum cervicale anterius, bezeichnet) wird aus praktisch-chirurgischen Gründen weiter in mehrere kleinere Felder unterteilt: Trigonum submandibulare Trigonum submentale Trigonum caroticum Trigonum musculare
Regio cervicalis lateralis, deutsch: seitliche Halsregion
Sie liegt zwischen dem M. trapezius, dem M. sternocleidomastoideus und der Clavicula. Durch den schrägen Verlauf des M. omohyoideus wird die Regio cervicalis lateralis in ein Trigonum omoclaviculare und Trigonum occipitale unterteilt:
Regio cervicalis posterior, deutsch: Nackenregion
sie entspricht der Ausdehnung des M. trapezius. In der Medianebene werden rechte und linke Nackenmuskeln durch das senkrecht gestellte kräftige Nackenband (Lig. nuchae) voneinander getrennt. Die Muskelpakete werden insgesamt durch die Fascia nuchae umhüllt. Der sensible N. occipitalis major aus C2 und A. occipitalis aus der A. carotis externa durchbohren die Ursprungssehne des Trapezius nahe der Linea nuchalis superior, um sich erst in ihre Hautäste für die Hinterhauptgegend aufzuteilen.
Regio sternocleidomastoidea, deutsch: Regio sternocleidomastoidea
das über dem Kopfwender gelegene Halsareal und entspricht der Ausdehnung dieses Muskels. Diese Halsregion bedeckt den Gefäß-Nerven-Strang des Halses, A. carotis communis, V. jugularis interna, N. vagus und Truncus sympathicus.
Rima glottidis, deutsch: Stimmritze
Die Stimmritze wird funktionell und morphologisch untergliedert in einen vorderen größeren Anteil (Pars intermembranacea), der zwischen den Stimmbändern liegt und somit von den Plicae vocales begrenzt wird, und einem hinteren kleineren Anteil (Pars intercartilaginea), der von den Aryknorpeln begrenzt wird und unabhängig vom vorderen Teil geöffnet werden kann.
Rr. alveolares inferiores, deutsch: Zahnäste
Äste des N. alveolaris inferior, die im Canalis mandibulae vom Stamm abgehen und sich dann unter den Zahnwurzeln zum unteren Zahngeflecht Plexus dentalis inferior verbinden. Dieser entläßt die Rr. dentales, in den Wurzelkanal für die Zähne selbst, die Rr. gingivales für Wurzelhaut und Zahnfleisch der bukkalen Seite.
Rr. bronchiales, deutsch: Rr. bronchiales
Fasern des N. vagus gehen mit den Bronchien zur Lunge und bilden am Lungenhilum den Plexus pulmonalis.
Rr. cardiaci, deutsch: Rr. cardiaci
sensible und parasympathische Äste des N. vagus . Sie spalten sich vom Bogen des N. laryngeus recurrens sowie vom absteigenden Stamm des N. vagus ab. Sie beteiligen sich an der Bildung des Plexus cardiacus und ziehen dann über den Aortenbogen und Truncus pulmonalis in das Herz. Es werden Rr. cardiaci superiores, inferiores und thoracici unterschieden.
Rr. cardiaci superiores, meist 2 Äste, die sich in verschiedener Höhe vom Halsteil des Vagus abzweigen und in Begleitung der A. carotis communis rechts in den Truncus brachiocephalicus, links in den Aortenbogen ziehen. Sie verbinden sich mit den Ästen des Sympathicus zum Plexus cardiacus und ziehen weiter bis zur Herzbasis. Dabei wird durch afferente sensible Fasern die Wandspannung des Aortenbogens registriert und durch efferente vegetative Fasern der Blutdruck reguliert.
Rr. cardiaci inferiores, sensibel und parasympathisch, mit 2 – 3 Ästen, spalten sich vom Bogen des N. laryngeus recurrens sowie weiter kaudal vom absteigenden Stamm des N. vagus ab und können deshalb ebenso treffend zum Brustteil des Vagus gezählt werden. Sie beteiligen sich an der Bildung des Plexus cardiacus und ziehen dann über den Aortenbogen und Truncus pulmonalis in das Herz.
Rr. cardiaci thoracici, Fasern des N. vagus zum Plexus cardiacus und zum Herzen. Von ihnen spalten sich afferente und vegetative Fasern, die zu den Chemo- und Pressorezeptoren des Glomus aorticum am Aortenbogen ziehen und regulierend auf den Blutdruck des ganzen Körpers wirken
Rr. pharyngei (pha), deutsch: Schlundäste
siehe CNIX und CNX